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Ages! Forum Ahnenforschung allgemein Der richtige Name für Quellen und Medien  


 

Der richtige Name für Quellen und Medien

 
 
 
Beitrag25. Nov 2009, 20:30
Hallo,
ich möchte hier eine Diskussion starten wie man am besten Quellen und Medien benennt bzw. diese organisiert.
Das man hier mit unterschiedlichen Ordnern arbeiten kann wurde ja schon in viewtopic.php?f=9&t=298 diskutiert.

In der Vergangenheit habe ich mir selbst vile Gedanken gemacht wie ich die vielen Dokumente sinnvoll benennen und ablegen kann, bin aber noch nicht zu einer entgültigen Lösung gekommen. Evt. hat ja jemand aus dem Forum hier die passende Idee.
An dieser Stelle erstmal meine Überlegungen zu diesem Thema:

Anforderungen
==============
- Das System muss die Ablage von vielen Dokumenten unterstützen. Was bei 100 oder 200 Personen/Dokumenten noch übersichtlich ist oder funktioniert kann bei 1000 und mehr Dokumenten problematisch sein.
- Der Name sollte sprechend sein, so dass man auch ohne Ages das Dokument (z.B. eine Heiratsurkunde) findet ohne viele Dokumente öffnen zu müssen. Das bedeutet der Typ des Dokumentes sollte im Namen enthalten sein.
- Dokument zu einer Person (z.B. Geburtsurkunde, Foto, Reisepass) sollten dieser eindeutig zugeordnet werden können. Da der Name oft nicht ausreicht wird allgemein das Geburtsdatum hinzugenommen, hier stoße ich auf das Problem dass bei vielen Personen kein Geb Datum existiert, auch möchte ich nicht alle Dokumente umbenennen wenn ich das Geb. Datum zu einer Person ermittelt habe. Dies ist eigentlich ein Zeichen dafür, dass Geb. oder Sterbe Datum nicht im Namen enthalten sein sollte. Auch gibt es die Fälle in denen nicht der volle Name bekannt ist (z.B. bei Fotos) oder mehrere Vornamen das ganze unübersichtlich machen (vorallem wenn man nachträglich noch welche ermittelt). Die Verwendung des Namens ist damit auch nicht wirklich pflegeleicht.
- Dokumente die zu einer Beziehung gehören (z.B. Heiratsurkunde) sollten eindeutig der Beziehung zugeordnet werden können. Auch hier wieder das Problem mit Geb. Datum wenn man die Namen verwendet. Auch müssten hier beide Namen angegeben werden, hier stellt sich dann die Frage der Reihenfolge.
- "Robustheit" gegen Namensvariationen. Manchmal gibt es mehrere Dokumente zu einer Person oder Beziehung in der der Name unterschiedlich geschrieben wird (z.B. Schieders und Schnider) obwohl es sich um diselbe Person handelt.
- "Auffindbarkeit" der Dokumente. Auch ohne Ages möchte ich schnell alle Dokumente zu einer Person finden können ohne in den hunderten von Dateien stundenlang suchen zu müssen (z.B. wenn ich Personen für andere Kollegen exportieren möchte und auch die Dokumente mitgeliefert werden sollen. Hierzu ist es nötig eine geeignete Folderstruktur zu haben und die Dokumente so zu benennen dass Dokumente zur selben Person oder Beziehung durch die Sortierung im Verzeichnis automatisch untereinander stehen.

Lösungsansatz:
==============
Bisher habe ich hier keine Lösung gefunden die allen Anforderungen gerecht wird. Meine Idee die den Anforderungen jedoch sehr nahe kommt ist folgende:
- Jede Person erhält automatisch bei der Anlage in Ages eine eindeutige Nummer, also eine Art Seriennummer (Pers-ID).
- Der Nummernkreis muss dabei variabel sein und z.B. aus einem Kürzel und einer laufenden Nummer bestehen. Dadurch wird ein Import/Export der Personen möglich, zumindest solange die Kürzel der beiden Systeme nicht gleich sind z.B. WE-xxxxx, wobei xxxxx eine 5 stellige laufende Nummer ist. Sollen 100.000 Personen oder mehr verwalten werden muss die Anzahl Stellen entsprechend erhöht werden.
- Dokumente für eine Person werden mit folgender Syntax bezeichnet:
<Pers-ID>_<Doc-Typ>_<Number>.<File-Typ>
- Dokumente für Beziehungen werden mit folgender Syntax bezeichnet:
<Pers-ID>_<Pers-ID>_<Doc-Typ>_<Number>.<File-Typ>

Wobei "Pers-ID" der Personen Identifier ist, also die oben angesprochene Seriennummer, der "Doc-Typ" den Dokumenten Typ bezeichnet (Heiratsurkunde, Gerburtsurkunde, Foto, etc.), hier kann man auch Kürzel für häufig vorkommende Dokumente festlegen. Die "Number" hilft wenn es von diesem Dokument mehrere Dateien gibt (z.B. wenn das Dokument mehrere Seiten hat die in separaten Dateien abgelegt worden sind) und der "File-Typ" (z.B. pdf, jpg).

Beispiele:
AW-00002_Geburtsurkunde_01.pdf (Geburtsurkunde einer Person)
AW-00002_AW-00003_Heiratsurkunde_02.jpg (zweite Seite der Heiratsurkunde dieser Beziehung)

In Windows kann man sehr leicht nach einer Zeichenkette in einem Unterverzeichnis suchen lassen (z.B. nach "AW-00002") und bekommt damit alle Dokumente zu dieser Person angezeigt, egal in welchem Unterordner sie sich befindet.

Problem:
========
Mit diesem System sind wesentliche Teile der oben beschriebenen Anforderungen abgedeckt. Leider kenne ich derzeit keine Möglichkeit diese "Seriennummer" in Ages automatisiert zu erzeugen und abzulegen.
Auch müsste der Fall berücksichtigt werden wenn Personen mit unterschiedlichen "Seriennummern" gematcht werden sollen und diese Dokumente besitzen.

Das System mit der "Seriennummer" hat auch noch einen weiteren Vorteil. Oft gebe ich Diagramme aus dem Stammbaum an andere Personen weiter, mit der Bitte fehlende Informationen zu erfragen und einzutragen. Oft erhalte ich dann wilde Aufzeichnungen. Hätte jede Person/Kästchen im Diagramm eine "Seriennummer" können Daten recht einfach zugeordnet werden (z.B. wenn eine Person ohne Namen erzeugt wird weil bekannt ist dass es in dieser Ehe 2 Kinder gab oder diese Person verheiratet war)

Genug geschrieben.
Was haltet Ihr von dem System?
Welches System verwendet Ihr?

Mit der Hoffnung auf rege Teilnahme an dieser Diskussion,
Andreas.
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag29. Nov 2009, 19:33
Zunächst einmal freue ich mich, wenn hier auch einmal allgemeinere Diskussionen geführt werden. Nicht alles ist immer ein Ages!-Problem.

Die Verwaltung von Dokumenten auf dem Rechner kann komplex sein. Nicht ohne Grund ist der Windows Explorer eine recht umfangreiche Software. Bevor ich auf die Benennung von Medien eingehe möchte ich erst einmal die grundsätzlichen Möglichkeiten zusammenfassen die das Betriebssystem bietet.

  1. Aufteilung in Ordner, Unterordner, etc
    (möglich seit DOS-Zeiten, mit langen Dateinamen ab Win95)
    Man kann seit Urzeiten Dokumente in Ordnern strukturieren. Leider ist das ein mühevolles Unterfangen, und setzt im Grunde voraus, dass man genau weiß, in welchem Unterordner sich ein Dokument befindet. So ist es denkbar wie folgt zu strukturieren:
    ...\Meine Ahnendokumente\Heiratsurkunden\1800-1899\Fritz und Hilde.jpg
    ...\Meine Ahnendokumente\Heiratsurkunden\1700-1799\Kurt und Martha.jpg
    Blöd dabei ist, dass man in vielen Programmen nur den Dateinamen sieht, und nicht den Ordnernamen. Dann steht dort nur noch "Fritz und Hilde.jpg", aber nichts mehr von Heiratsurkunde. Ergo ist es oft sinnvoll, den ganzen Ordnerbaum im Dateinamen zu wiederholen, also etwa so:
    ...\Meine Ahnendokumente\Heiratsurkunden\1800-1899\Heiratsurkunde 1831 Fritz und Hilde.jpg
    ...\Meine Ahnendokumente\Heiratsurkunden\1700-1799\Heiratsurkunde 1733 Kurt und Martha.jpg
    Wo die Informationen jetzt schon doppelt sind, und das Suchen in einem solchen Ordnerbaum erschwert wird muss man sich allerdings dann fragen, warum man überhaupt die Unterodner anlegt, und nicht gleich so abspeichert:
    ...\Meine Ahnendokumente\Heiratsurkunde 1831 Fritz und Hilde.jpg
    ...\Meine Ahnendokumente\Heiratsurkunde 1733 Kurt und Martha.jpg
    Zwischenfazit: Viele Unterordner bringen nur mäßige Vorteile. Wer die Dateien sauber benennt kann fast alle Vorteile eines Ordnerbaums auch ohne Ordnerbaum haben. Ab Windows 7 sind die Nachteile eines Ordnerbaums kaschierbar, mehr dazu später.
  2. Anzeigen von Kontaktabzügen
    (Thumbnails, ab Windows XP, größer ab Vista)
    Seit Windows XP ist es möglich, im Windows Explorer eine Miniaturansicht eines Dokumentes anzuzeigen. Das geht zwar nicht mit jedem Dateityp, meist aber mit JPG und PDF. Das funktioniert prima für Fotos, allerdings schlecht mit eingescannten Dokumenten, da die Vorschau meist zu klein ist, um darauf etwas erkennen zu können. Ages! kann ebenfalls kleine Vorschaubilder auf Medien anzeigen, allerdings nur für Bilddateien, nicht für PDF, zudem sind diese Vorschaubilder sehr klein.
    Wegen dieses Unterschiedes speichern einige Ahnenforscher ihre Fotos in einem getrennten Ordner von den Dokumenten ab. So kann man im Fotoordner auf Vorschauansicht schalten, und es im Dokumentenordner bei der "Details"-Darstellung belassen. Ab Vista ist es möglich, deutlich größere Vorschaubilder im Explorer anzuzeigen. Das ist nicht nur schick, sondern auch hilfreich.
  3. Mehrseitige Dokumente
    Viele Urkunden haben mehr als eine Seite. Bei vielen Forschern sieht das dann so aus:
    ...\Meine Ahnendokumente\Urkunde Seite 1.jpg
    ...\Meine Ahnendokumente\Urkunde Seite 2.jpg
    Sowohl TIFF als auch PDF haben aber die Möglichkeit, mehr als eine Seite in einer Datei zu speichern - JPG kann dies nicht. Dabei verliert man zwar die Möglichkeit, mehr als die erste Seite als Vorschau zu sehen, gewinnt aber an Übersichtlichkeit durch eine reduzierte Anzahl an Dateien. Da die Vorschau für gescannte Dokumente ohnehin nicht viel bringt, ist es ratsam, mehrseitige Urkunden als eine Datei zu speichern, statt auf mehrere zu verteilen.
    ...\Meine Ahnendokumente\Urkunde.pdf
  4. Verschlagworten der Dokumente
    (Ab Windows 2000 mit Windows Desktop Search, ab Vista als Grundfunktion)
    Windows bietet eine von vielen Nutzern völlig übersehene Funktion: Desktopsuche und Verschlagwortung.
    Wer Windows 2000 oder XP einsetzt, muss sich das zugehörige Programm zunächst bei Microsoft herunterladen. Danach kann Windows in den sogenannten Metadaten verschiedener Dateitypen suchen. Für Vista und Windows 7 Nutzer ist es bereits Teil des Betriebssystems.
    Sowohl JPG-Dateien als auch PDF-Datien bieten die Möglichkeit, im Dokument weitere, nicht sichtbare Informationen zu hinterlegen, die das Auffinden per erleichtern. Eine vollständige Abhandlung der Möglichkeiten würde diesen Beitrag sprengen - mit solchen Schlagworten ist es jedoch ohne weiteres möglich, nach "Hochzeit Friedrich" zu suchen, und "Heiratsurkunde 1831 Fritz und Hilde.jpg" zu finden, also quasi das, was Ages!-Nutzer bereits seit dem Jahr 2000 kennen.
  5. Aufteilung in Bibilotheken
    (ab Windows 7)
    Völlig neu in Windows 7 ist die Funktion, Bibliotheken anzulegen. Dies ist nicht viel anderes, als die Möglichkeit, mehrere Ordner (die völlig verteilt auf der Festplatte liegen können) als einen gemeinsamen Ordner zu betrachten. Wer seine Ahnenforschungsdokumente querbeet auf dem Rechner verteilt hat, mag davon Nutzen ziehen - die meisten Forscher haben diese aber ohnehin alle unterhalb eines bestimmten Ordners abgelegt. Da bringt diese neue Funktion dann nicht mehr so besonders viel, außer dass die Suche innerhalb dessen Unterordner etwas einfacher wird.
  6. Datumsangaben
    Dankenswerterweise sortiert Windows ab Vista endlich "richtig". Bis einschließlich XP sortiert Windows "computertypisch" die Zahl 999 hinter die Zahl 1000, so dass man sich mit Leerzeichen oder führenden Nullen behelfen musste. Ab Vista kommt 999 dann tatsächlich auch vor 1000. Yay!
    Mit Datumsangaben kommt aber auch Vista nicht klar. So sortiert es den 10. Dezember dann gern vor den 30. Januar, weil "10" nun einmal vor "30" kommt. Wer gern eine chronologische Auflistung von Dokumenten möchte kann entweder das Datum als ISO-Format angeben (2009-11-29) oder eines der Dateidatum-Felder "missbrauchen", z.B. das Erstellungsdatum der Datei.
  7. Numerungssysteme
    Man kann sich eine ganze Reihe von Numerungssystemen ausdenken, und diese bei der Dateibenennung einfließen lassen. Außer "gut aussehen", bringt das jedoch nicht viel. Am Ende ist man immer gezwungen, diese Nummern zu verwalten, z.B. in Ages!. Wenn man nun ohnehin in Ages! nachschauen muss, welche Nummer einer Person zugeordnet ist, um das Dokument auf der Platte zu finden, so kann man auch gleich aus Ages! heraus dem Verweis auf das Dokument folgen. Es gibt nicht viel, dass mittels Durchnummerieren gewonnen werden könnte.

Persönliches Fazit
Den Dokumententyp, dessen Datum und die Namen der Hauptbeteiligten im Dateinamen zu verewigen ist sicher sinnvoll. Zusammen mit der Suche in Metadaten ist es so oft möglich, "mal eben" ein Dokument hervorzuzaubern, ohne Ages! dafür starten zu müssen. Mein Dateiname sähe daher etwa so aus:
Heiratsurkunde 1883 Fritz Meier und Gertrude Schmitt.jpg
Als Metadaten kann man hier noch gut die Geburts- oder sonstige Personendaten des Paares hinterlegen.
Für die Zuordnung von Zweifelsfällen wird man auf den Start der Ahnenforschungssoftware wohl kaum verzichten können, da nur so alle Details zur Person und zum Dokument verfügbar sind. Der Versuch, dies durch Numerungssysteme abzuwenden wirkt auf mich etwas krampfhaft und wird wohl eher nicht durch besonders viel Erfolg gekrönt werden.
Site Admin
jcd
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag1. Dez 2009, 23:24
Vorerst Danke für den Beitrag. Auch mich beschäftigt die Ablage von Bildern und Dokumenten immer wieder. Habe schon viel probiert und komme immer wieder zu dem Schluss, dass eine Verwaltung mit den Mitteln einer Explorer-Dateiablage unzulägnlich ist. Dazu folgende Überlegungen:

Keine Funktionalität in den Dateinamen verpacken.
Immer wieder wird versucht (und da nehme ich mich nicht aus) Beziehungen, Personenangaben, Ortsangaben oder sonstige Daten in den Dateinamen aufzunehmen. Dies scheitert immer dann, wenn es zu Mehrfachnennungen oder zu Mehrfachbeziehungen kommt.
  • Bsp.: auf einen Foto / Dokument sind mehrere (relevante) Personen abgebildet / genannt - von wem erhält das Bild nun den Namen?
  • Ein Dokument stellt mehrere Ereignisse dar. z.B. Taufe und Geburt - welches Ereignis soll dem Dokument den Namen geben
  • Erhält das Dokument den Namen von seinem Dokumenttyp (Geburtsurkunde, Taufschein, ...) oder vom genannten Probanden?
  • Welches Datum ist das relevante: Geburtsdatum, Taufdatum, Datum der Erstausstellung, Datum der Abschrift, ...?

Alle diese Informationen werden für eine saubere Verwaltung in Ages! erfasst. Daher ist es nicht ratsam, diese Daten wieder im Dateinamen zu verewigen.

Dateiname=Dokumentnummer
Geeignet scheint mir vielmehr eine eigenständige Verwaltung der Dokumente und Bilder. Dies kann von einfachen Excel-Listen über Datenbankanwendungen bis zu umfangreichen Dokumenten-Management-Systemen führen. Vorrangiges Ziel dieser Werkzeuge ist die Vergabe einer eindeutigen Dokumentnummer. Das ist auch schon das einzige, was ich im Dateinamen aufnehmen würde -> Dateiname=Dokumentnummer

Alles andere würde ich in diesem Verwaltungswerkzeug ablegen und auch bei Bedarf dort suchen.
Meine Anforderungen sind u.A.:
  • dass aus einem Foto mehrere Teilbilder herausgenommen werden. So möchte ich aus einem Hochzeitsfoto die Portraits der Brautleut und der Trauzeugen ausschneiden und den Personen zuordnen, das gesamte Bild aber der Hochzeit zuordnen. Habe hier immer ein Bild (das ich auch nur 1x beschreiben möchte) und trotzdem mehrere Teilbilder, die wiederum die Beschreibung vom Ausgangsbild erben sollen.
  • weiters sind u.U. für die Dokumente die Lagerorte wichtig
  • möglicherweise gibt es die Dokument in unterschiedlichen Formaten jpg, tif, pdf und auch in Papierform - Trotzdem ist es immer ein Dokument aber eben mehrere Dateien.

All das kann nur in einer eigenständigen Verwaltung abgebildet werden. An Ages! würde ich dann nur ein einziges Bindeglied zur Identifizierung übergeben nämlich die Dokumentnummer. Damit korrespondieren die beiden System ausgezeichnet und jedes ist unabhängig in seiner Verwaltung. D.h. jedes System macht genau das, für das es entwickelt wurde und was es am besten kann.

Problem
  • Leider gibt es in Ages! (vermutlich auch nicht im Gedcom-Standard) so was wie eine Dokumentnummer nicht. Eine PersonenID ist ja vorhanden. Habe aber noch keine ID für Dokumente und Bilder entdeckt.
  • Für die Identifizierung der Medien ist eine eigene Anwendung erforderlich. Das scheint mir ein akzeptabler Mehraufwand zu sein, weil diese ja nun über den Tool-Manager aufrufbar ist
  • Mir schwebt eine kleine Datenbankanwendung vor, die meine Verwaltungsanforderungen abdeckt. Problem dabei ist: die hab ich (noch) nicht!

So nun bin ich gespannt auf eure Rückmeldungen
lg
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag3. Jan 2010, 17:47
Bereits vor einiger Zeit habe ich in einem anderem Forum zu diesem Thema mitdiskutiert:
forum.ahnenforschung.net/...1395

Diese zwei Einträge von mir zählen in meiner Arbeit immer noch:
Für Bilder/Dokumente welche Personen im Ahnenprogramm zugeordnet werden

Für Bilder/Dokumente welche allgemein aufgenommen und archiviert werden

Ages! 2.0 - Gutes Forschen und viel Erfolg! Prioritäten: Standards (GEDCOM Export/Import), Datensicherheit, Quellen und Publizierbarkeit. Über 15.000 Personen. Win7x32 3 GB RAM. Meine Ages Wunschliste - CRα
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag4. Jan 2010, 03:38
Hallo Christian,
ähnlich habe ich die Dateien bisher auch abgelegt "Nachname_Vorname_Geburt_Bezeichnung des Dokuments" bin dabei jedoch auf folgende Probleme gestossen:

- Nachname war nicht immer bekannt z.B. wenn von dem Foto nur bekannt ist dass die Ehefrau Elisabeth hiess
- Vornamen haben sich geändert z.B. wenn von Josef bekannt wurde dass er eigentlich Franz Josef hiess und Franz der Rufname war => Änderung der Dateinamen?
- Die schreibweise des Nachnamen war anders z.B. Otters war Ottens => Änderung der Dateinamen?
- Geburtsdatum/Jahr ist manchmal nicht bekannt, ok dann ohne anlegen, was wenn das Gebutrtsjahr später in einem Dokument gefunden wird => Änderung der Dateinamen?
- Geburtsjahr hat sich manchmal geändert z.B. wenn die ersten Angaben auf Aussagen oder familieninternen Aufzeichnungen beruhen man später in den Kirchenbüchern aber andere Zahlen findet => Änderung der Dateinamen?

Auch ich habe jede Menge Dokumente die noch gescannt werden möchten und suche nach einer Möglichkeit die später (möglichst) keine Nacharbeiten bnötigt.
Meine knapp 2000 Personen im Stammbaum beruhen weitestgehend auf Aussagen und Aufzeichnungen in der Familie (z.B. Stammbaum meiner Mutter aus der Schule usw.) In diesen habe ich bereits viele Fehler gefunden und hätte dann immer die Dateinamen anpassen müssen.

Ich bin davon überzeugt dass die Verwendung von Namen und Datumsangaben im Dateinamen keine gute Idee, aus obigen Gründen.
Daher meine Idee jeder Person eine eindeutige ID zu geben (bzw. bei Verschmelzungen mehrere ID's die mann dann geziehlt bereinigen kann) die wie folgt aussehen könnte:
<ID>_<Name des Dokumentes>
z.B. aw0001_Geburtsurkunde.pdf

Dokumente von Paaren hätten folgende Namensgebung:
<ID-Mann>_<ID-Frau>_<Name des Dokumentes>
z.B. aw0001_aw0023_Heiratsurkunde

"aw" steht hier für eine ID aus meinem Ages-System und hilft Verwechslungen bei Verschmelzungen von Personen zu vermeiden. Wenn bei jeder Person die neu erzeugt wird gleichzeitig eine ID vergeben wird dann kann man obiges Schema immer einhalten.
Auch stimme ich "jcd" zu dass man sich die Mühe mit Ordnern und Unterordnern sparen kann.
Mit ID's im Dateinamen können alle Dateien zu einer Person leicht gefunden werden, egal an welcher Stelle sie im Dateinamen steht.

Leider hat das System derzeit noch 2 Schwachstellen:
a) Es gibt derzeitig keine komfortable Möglichkeit in Ages ID's nach dem obigen Verfahren zu vergeben
b) Wie "jcd" erwähnt hat muss zuerst in Ages nachgeschaut werden um die ID einer Person zu ermitteln.

Punkt b) halte ich für vernachlässigbar da der Computer sowieso an ist und die Ermittlung nur wenige Sekunden dauert. Auch sind die Dokumente i.d.R. mit der Person verknüpft wodurch sich eine 2. Möglichkeit ergibt an die Dateien zu gelangen.
Nun könnte man meinen dass auf eine Bezeichnung mit ID's verzichtet werden kann wenn sowieso alle Dokumente mit der Person verknüpft und durch Ages erreichbar sind. Bei korrupten Dateien, Abstürzen, Migrationen oder Verschmelzungen ist es jedoch von Vorteil einen Idetifier zu haben und damit nicht in "jede einzelne" Datei schauen zu müssen.

Daher stellen sich mir folgende Fragen:
- Welches wäre das geeignete Feld in der GedCom Datei?
- Wie verwalte ich dieses Feld in Ages?
"jcd" hier würde ich mich über Deine Meinung/Unterstützung freuen

@genial
stimme zu dass weniger Funktionalität im Dateinamen gut ist. Jedem Dokument eine eigene ID zu geben bedarf wieder einer komplexeren Verwaltung. Auch das finden "aller" Dokumente zu einer Person geht dann nur noch mit diesem Tool.
Die Aufgabe mit dem Gruppenfoto könnte mit folgenden Möglichkeiten mit dem obigen ID System gelöst werden:
a) Alle ID's aufführen (dann können wieder alle Dokumente zu einer Person auch mit dem Windows Explorer gefunden werden). z.B. aw0001_aw0033_aw0087_aw0166_aw0566_Hochzeitsfoto.jpg
Die Länge der Dateinamen sind heute selten ein Problem (mit dem obigen Prinzip könnten auch Gruppenbilder mit 25 Personen abgelegt werden). Die Eingabe ist jedoch umständlicher und auch nicht wirklich übersichtlich.

b) Eine virtuelle (dummy) ID verwenden z.b. multi0001_Hochzeitsfoto.jpg, dieses dann als Quelle ablegen und die Personen verlinken. Der Nachteil hierbei, man muss zusätzlich zur Explorer suche noch nachschauen ob die Person zu einer solchen "dummy" ID verlinkt ist und diese dann entsprechend berücksichtigen (wenn man "alle" Dokumente zu einer Person suchen will).

c) Man verwendet beide Verfahren indem man eine dummy ID verwendet und alle Personen-ID's anhängt z.b.
multi0001_aw0001_aw0033_aw0087_aw0166_aw0566_Hochzeitsfoto.jpg


Ich würde zu Lösung c) tendieren, aus folgenden Gründen:
- Es passt zu dem ID Verfahren
- Bis ca. 10 Personen ist es noch "gut" umzusetzen
- Bilder mit mehr als 10 Personen sind bei mir sehr selten
- Bis ca. 30 Personen ist es technisch möglich
- Bei Bildern über x Personen kopiert man die Datei und verwendet dieselbe dummy ID mit unterschiedlichen Personen ID's. So sieht man welche Dateien zusammengehören und kann die Personen ID's auf mehrere Dateien aufsplitten. Der Nachteil dass Speicher durch die gleiche Datei mehrfach belegt wird kann bei den heutigen Speicherpreisen meiner Meinung nach vernachlässigt werden. Wenn man diese Verfahren bei 10 oder 15 Personen anwendet dürfte das auch eher selten vorkommen Beispiel:
multi001_aw00013_aw00044_...jpg
multi001_aw00344_aw00667_...jpg

Hoffe wieder etwas Licht ins Dunkle gebracht zu haben und Freue mich auf Eure Kommentare.

Gruß
Andreas


ChristianR hat geschrieben:Bereits vor einiger Zeit habe ich in einem anderem Forum zu diesem Thema mitdiskutiert:
forum.ahnenforschung.net/...1395

Diese zwei Einträge von mir zählen in meiner Arbeit immer noch:
Für Bilder/Dokumente welche Personen im Ahnenprogramm zugeordnet werden

Für Bilder/Dokumente welche allgemein aufgenommen und archiviert werden
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag16. Jun 2010, 09:11
Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und auf dem Gebiet der Ahnenforschung.
Bin gerade dabei, die vorhandenen Unterlagen in Ages! zu erfassen, um später zu sehen, was noch zu vervollständigen ist.
Dabei bin ich über die Thematik "Richtige Namen für Quellen und Medien" auf folgende Frage gestoßen:

Es gibt in Ages! die Ereignisse Geburt und Taufe. Ich habe aber in den Dokumenten, die ich anlegen möchte, immer beides zusammen, also Geburtsurkunde auf der ersten und Taufnescheinigung auf der zweiten Seite.

Frage:

Wie organisiert Ihr die Dokumente: Ein Scan, der bei beiden Ereignissen hinterlegt wird oder scannt Ihr beide Seiten getrennt und hinterlegt Ihr sie einzeln?

Über einen kleinen Tipp würde ich mich freuen.

Danke.

Gruß
Thomas
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag16. Jun 2010, 16:23
Es führen eine Menge Wege nach Rom. Und natürlich hat jeder seine eigenen Vorlieben, wie er was organisiert - und Ages! schreibt auch keine bestimmte Vorgehensweise vor. Das folgende ist daher eher eine Empfehlung, als eine Anleitung.

  • Anlegen einer neuen Quelle mit aussagekräftigem Titel "Geburts- und Taufdaten von Fritz Meyer", oder "Unterlagen zu Fritz Meyer", je nachdem, um was für eine Art von Quelle es sich handelt.
  • Einscannen des Dokumentes, und hinzufügen unter dem Reiter "Medien" im Quellfenster.
  • Eingeben der Geburtsdaten zu Fritz Meyer
  • Eingeben der Taufdaten zu Fritz Meyer
  • obige Quelle mit der Person Fritz Meyer verknüpfen.

Es ist wahlweise auch möglich, die Quelle mit den jeweiligen Ereignissen Geburt und Taufe zu verknüpfen - dieser Mehraufwand lohnt sich i.d.R. jedoch nur dort, wo eine Vielzahl von Quellen zu einer Person vorliegen, die ohne spezielle Zuordnung zu den Ereignissen nicht zu bewältigen ist.

Am Ende dieser Prozedur erhält man folgendes:

Person Fritz Meyer
  • Geburt
  • Taufe
  • Verweis auf die Quelle "Unterlagen zu Fritz Meyer"

Quelle "Unterlagen zu Fritz Meyer"
  • ggf. Abschrift des Textes
  • hinterlegter Scan "Unterlagen zu Fritz Meyer.pdf"

Eingescannte Datei "Unterlagen zu Fritz Meyer.pdf"
Site Admin
jcd
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag17. Jun 2010, 10:48
Hallo Herr Daub,

vielen Dank für Ihre Antwort. Die hat etwas Licht ins Dunkel gebracht. Ich habe bereits einige Dokumente hinterlegt. Trotzdem habe ich noch zwei kleine Fragen:

1. Wenn ich eine Heiratsurkunde hinterlege und dann die erste Person dazu zuordne, fragt Ages! mich, ob der Partner auch zugeordnet werden soll bzw. zu welchen Ereignissen dies geschehen soll. Ich habe dann auch den entsprechenden Partner zugeordnet, sowohl die Person, als auch das Ereignis. Bei letzterem legt er mir ein "anderes Ereignis" an.
Frage: Wo kann ich denn neue Ereignisse wie. z.b. "Hochzeit Standesamt" oder "Hochzeit Kirche" anlegen? Geht das überhaupt?

2. Was haben die Quellverweise für eine Bewandnis ? Verstehe ich das richtig, dass die Quellverweise "lediglich" die Verknüpfungen zu anderen Personen mit den gleichen Ereignissen anzeigen ?

Vielen Dank für Ihre Mühen im Voraus.

Beste Grüße
Thomas Sander
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag17. Jun 2010, 18:51
Quellen und Quellverweise

Eine Heiratsurkunde ist ein Beispiel für eine Quelle. In dieser werden mindestens zwei Personen genannt, normalerweise jedoch weitere, z.B. die Namen der Eltern oder zumindest Väter.

Jede dieser Personen wird durch einen Quellverweis mit dieser Quelle verknüpft. Der Quellverweis sagt aus, wo innerhalb der Quelle die Person erwähnt wird, und was dort in welchem Zusammenhang steht.

Im Falle einer einseitigen Heiratsurkunde ist das Auffinden der Personen trivial. In einem Kirchenbuch ist hingegen der Hinweis auf den Band und die Seite enorm hilfreich.

Aber vielleicht erklärt eine Grafik mehr als tausend Worte:

quellverweise.png
quellverweise.png (39.48 KiB) 6307-mal betrachtet


Demnach sollte der Scan auch der Quelle hinterlegt sein, entweder in einem Format, das mehrere Seiten unterstützt (PDF oder TIF) oder als mehrere Dateien.

Zum Bearbeiten von Quellen allgemein:

Normalerweise ist es das einfachste, die Quelle immer dann zu hinterlegen, wenn man auch gerade die Daten erfasst. So kann man z.B. eine Person bearbeiten, und dann auf den Reiter "Quellen" wechseln, und eine Quelle anlegen, oder auswählen. Existiert die Quelle bereits, so kann man sie auch aus dem Fenster "Quellen" auf die Person oder das Ereignis ziehen, um sie zu verknüpfen.

Andersherum kann man allerdings auch eine Quelle aufrufen, und ihr Personen hinterlegen. Dabei ist es dann auch möglich, neue Ereignisse anzulegen, die bei der Person bisher noch nicht existierten. In aller Regel muss man danach allerdings dieses Ereignis noch einmal aufrufen, um weitere Daten zu ergänzen.

Mehrere Hochzeiten
Je nach Ort und Zeitraum heiraten Paare bisweilen mehrfach. In unseren Breiten ist die standesamtliche und die kirchliche Hochzeit üblich. Während früher nur kirchlich geheiratet wurde, und ein Standesamt schlicht nicht existierte, wird sich heute oft nur standesamtlich vermählt. Die kirchliche Hochzeit kann heutzutage, wenn gewünscht, zusätzlich stattfinden, aber nicht an Stelle der standesamtlichen.

Während also eine kirchliche Heirat im Jahre 1700 den Ehebund begründet, tut dies im Jahr 2000 die standesamtliche. In anderen Kulturkreisen gibt es noch weitere Formen der Eheschließung, beispielsweise nach Stammesrecht. So kann ein afrikanisches Ehepaar dann auch tatsächlich dreifach Hochzeit feiern: nach Stammesrecht vor dem Dorfältesten, nach Religionsrecht vor dem örtlichen Kirchenvertreter, und nach amtlichem Recht vor einer Behörde. In wiederum anderen Ländern, so z.B. Israel, existiert bis heute keine standesamtliche Heirat. Dort gibt es einzig die religiöse Vermählung.

Ages! gibt deshalb keine bestimmten Formen der Hochzeit vor, sondern lässt dem Anwender die freie Wahl, beliebig viele Hochzeiten mit beliebiger Zuordnung einzugeben. Alle diese Hochzeiten finden sich dann im gemeinsamen Lebenslauf des Paares wieder. Im Ereignisfenster rechts oben kann vermerkt werden, ob es sich um eine kirchliche oder standesamtliche Hochzeit handelt.
Site Admin
jcd
 
 
 

Re: Der richtige Name für Quellen und Medien

Beitrag21. Jun 2010, 15:23
Hallo Herr Daub,

vielen Dank für die aufschlußreiche Darstellung. Ich glaube, das habe ich verstanden.
Aber abschließend noch eine Frage: Wie sieht es mit den Ereignissen aus ?

Ich habe verstanden, dass ich im Personenstammblatt bis zu acht Ereignisse auf dem Reiter "Daten" anzeigen lassen kann. Diese werden auch automatisch in den Lebenslauf übernommen.

Frage:
Kann ich über den Reiter "Lebenslauf" x-beliebig viele andere Ereignisse hinzufügen (anderes Ereignis => Bezeichnung), die dann alle in den Lebenslauf aufgenommen werden ? Und das auch mit entsprechenden Quellen und Medien, die hinterlegt werden können ?
Hintergrund der Frage ist, dass ich Zeugnisse der einzelnen Schulabschlüsse oder auch Krankheiten, die in den einzelnen Linien vorhanden waren, dokumentieren möchte.
Kann ich dabei auch Unterrubriken bilden?

Beispiel: Schulbildung

Ich stelle mit "explorer-like" einen Hauptpunkt "Schule" oder "Schulbildung" vor, den ich dann mit Unterpunkten (z.B. Grundschule, Realschule, Fachabitur etc.) versehen kann und dazu dann die Dokumente hinterlegen kann.

Oder: Krankheiten

Ein Ordner "Krankheiten", in dem verschiedene Daten (kalendarisch) angegeben werden können, die dann im Lebenslauf in der richtigen Chronologie erscheinen, aber unter dem Hauptpunkt gesammelt werden können?
Das hat zwar nicht direkt etwas mit Ahnenforschung zu tun, ist jedoch zumindest in einem Teil meiner Linie in Sachen Nachkommen nicht ganz uninteressant.

Ich hoffe, dass mein Fragenwust einigermaßen verständlich ist ;-)

Danke im Voraus für Ihre Antwort.

Beste Grüße
Thomas Sander